Zitat der Woche

"Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen."

(Christopher Morley)

Donnerstag, 20. September 2012

Die verrückteste Nacht meines Lebens

Die verrückteste Nacht meines Lebens von Lauren Barnholdt
ISBN: 978-3-570-30824-0
Preis: 7,99€
Originaltitel: "One night that changes everything"
293 Seiten Text


Klappentext:
"Wer wagt gewinnt.
Nicht nur im Spiel...
Eliza hat die Nase voll. Ihr Ex Cooper und seine chauvinistischen Freunde haben ihr allergeheimstes Tagebuch geklaut! Aus Rache, weil Eliza unschöne Dinge über Cooper im Internet gepostet hat. Der Tagebuch-Klau ist die ultimative Katastrophe, denn in dem Buch hat Eliza ihre grässlichsten Ängste notiert. Cooper und seine Freunde stellen ein Ultimatum: Eliza muss eine Nacht voller Mutproben bestehen, wenn sie das Tagebuch je wiedersehen will. Also beißt Eliza die Zähne zusammen und hakt eine Angst nach der anderen ab - vom Rumknutschen mit einem Wildfremden bis zur peinlichen Beichte bei der Schwester. Doch wie Amor es so will, trifft sie dabei ausgerechnet Cooper auf Schritt und Tritt ..."

Dazu:
Ich finde, der Klappentext stellt das Buch komplett falsch da. Erstens Mal wird ihr Exfreund hier mit den "Freunden" in einen Topf geworfen, was so einfach nicht ganz stimmt, das ist sogar noch mit ein Hauptteil der Geschichte, dazu später mehr. "Tagebuch" ist hier auch einfach der falsche Ausdruck, genauso wie die zwei erwähnten "Mutproben" ganz falsch dargestellt werden. Das "Rumknutschen" findet NICHT mit einem "Wildfremden" statt, sondern mit Elizas ehemaligem Schwarm, der auf die selbe Schule geht. Und die "peinliche Beichte" bei ihrer Schwester ist tatsächlich eine ernst zunehmende Geschichte aus der Vergangenheit gewesen, die das gute Verhältnis der Schwestern wirklich hätte zerstören können.

Cooper und die 318er:
Die sogenannten Freunde sind eigentlich eine Art Studentenverbindung, nur eben an der Schule, die seit Jahren existiert. Cooper ist seit neustem Mietglied und genau das führte zu der Trennung von Eliza: Sie fand eine Liste in seinem Zimmer, auf der zu erkennen war, dass er nur als "Aufnahmeritual" mit ihr zusammen war und für die verschiedensten Dinge, die er mit ihr gemacht hat, eine unterschiedlich hohe Anzahl von Punkten bekommen hat. Eliza rastet aus, trennt sich ohne große Erklärungen zu bekommen von Cooper und redet bis zu besagter Nacht nie wieder mit ihm.

Das Tagebuch:
Es handelt sich weniger um ein Tagebuch, sondern viel mehr um eine schlichte Auflistung aller Dinge, die Eliza tun würde, wenn sie nicht solche Angst davor hätte. Sie hat bereits sehr früh damit angefangen und meist ging es um belanglose Dinge, doch genau die brisantesten suchen sich die Jungs nun raus, um sie zu erpressen. Erfüllt sie die Aufgaben nicht, stellen die 318er das Buch ins Internet.

Die Hilfe:
Cooper, der die Erfüllung der Aufgaben bewachen und dokumentieren soll, kommt Eliza in vielen Situationen sogar zur Hilfe, ist jedoch immer darauf bedacht, dass seine "Freunde" dies nicht mitbekommen.
Man ist das gesamte Buch ähnlich wie Eliza hin und her gerissen: Ist man sauer oder ist er einem egal? Mag man ihn noch oder verabscheut man ihn nur für das, was er getan hat? Soll man sich anhören, was er zu seiner Verteidigung zu sagen hat? Warum hilft er einem, wenn er doch alles tut, um den 318ern alles recht zu machen? Und vor Allem: Wollte er mich jemals wirklich?

Fazit:
Ich finde das Buch sehr unterhaltsam und kann mich meistens äußerst gut in Eliza hineinversetzen. Auch Coopers Charakter wird meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Elizas beiden Freundinnen, die nicht wirklich den gesamten Verlauf des Abends für sie da sind, kann ich allerdings nicht wirklich greifen. Leider.
Auch Elizas tolle Schwester, die immer wieder als Vorbild aller genannt wird, die Eliza liebt, auf die sie aber auch eifersüchtig ist, kann man sich nicht gut bildlich vorstellen.
Schwierig finde ich, dass Eliza manchmal sehr reif auf mich wirkt, sich meiner Meinung nach in manch anderen Situationen allerdings wieder sehr kindisch und naiv aufführt. Das macht es für mich, gerade als angehende Buchhändlerin, etwas schwierig, das Alter der Zielgruppe eindeutig einzugrenzen.
Schöne, leichte, auch sehr unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Die recht kurzen Kapitel unterstreichen dies. All die Ängste sind gut nachvollziehbar, jedoch nicht wirklich schlimm, sodass ihre "Bekämpfung" in dieser einen Nacht Eliza in gewisser Weise als Person sogar weiterbringt und ihr zeigt, dass sie viel mehr schaffen kann, als sie eigentlich von sich dachte.

1 Kommentar:

  1. Wow, eine sehr gute Buchvorstellung! Ich liebe Bücher und freue mich über einige Büchertipps! Ich hoffe da kommen noch einige :D

    http://page7hundred.blogspot.de/

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